Das Hadrianstor in Antalya

Vor kurzem wollten meine Frau und ich gern einmal Urlaub in der Türkei machen. Wir waren zuvor noch nie in der Türkei und waren schon sehr gespannt darauf, ein Land mit so vielen Gegensätzen zu besuchen. Da es hier auch die Türkische Riviera gibt, haben wir uns kurzerhand dazu entschieden, doch in ein Touristengebiet zu gehen, denn alles andere war uns irgendwie zu gefährlich, auch wenn der Berater im Reisebüro meinte, es sei nicht gefährlich. So sind wir also in der Südtürkei gelandet, genauer gesagt in Antalya. Mit dieser großen Stadt am Hafen hatte meine Frau sowieso schon geliebäugelt, also haben wir uns dann auch dafür entschieden. Antalya ist zwar eine sehr alte Stadt, aber so vieles zu sehen gibt es leider nicht. Wer nicht nur shoppen möchte, sondern auch auf Kultur aus ist, liegt hier ein wenig falsch. Alles ist für Touristen ausgelegt und zum Seele baumeln lassen. Es gibt lange Strände, leckere Cocktails, viele Restaurants. Man kann sehr gut shoppen gehen, kleine Ausfüpge machen und spazieren gehen, aber viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht. Dafür sollte man schon in eine Stadt gehen, die mehr zu bieten hat, als Antalya.

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Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Eine Sehenswürdigkeit hat Antalya aber doch und zwar das Hadrianstor, das sehr sehr alt ist und sich auf jeden Fall zu besuchen lohnt. Es befindet sich an der Atatürk Cadessi und ist das einzige erhaltene Eingangstor der antiken Stadt von Antalya. Hier geht es auch zum Hafen und links und rechts vom Tor verlief die Stadtmauer, die Antalya komplett umkreiste, um vor Feinden zu schützen. Das Tor wurde damals zu Ehren von Hadrian im Jahre 130 erschaffen und ist damit wirklich einfach nur uralt. Es steht auf 4 Sockeln, hat 3 Torbögen und mit Ornamenten geschmückte Pfeiler. Es ist sehr schön und wirklich sehenswert. Es sieht eigentlich auch mehr aus wie ein Triumphbogen, als ein Stadttor, aber dennoch ist es wunderschön. Wir konnten gar nicht glauben, dass es so alt ist, denn als wir davor standen, war es wirklich gut erhalten. Das liegt vielleicht daran, dass es 1959 restauriert wurde und seitdem wieder in neuem Licht erstrahlt. Mir hat es sehr gut gefallen.