Tourismus auf den Malediven

Nur wenige Menschen auf der Welt können sich rühmen eine eigene Insel zu besitzen. Diejenigen, die Ferien Malediven buchen, können wenigstens ein begrenztes Domizil auf Zeit auf einer Insel meist ihr eigenen nennen. Denn die Malediven Regierung hat von Beginn an – Anfang der 1970er Jahre – darauf gebaut, dass die Touristen auf kleinen Inseln untergebracht werden. Was heute angesichts der weltweiten Entwicklung und dem sich breit machenden Hass gegenüber anderen Religionen wieder als nützlich erweist, hat doch viele Touristen, die auf den Malediven schon Urlaub gemacht haben beschäftigt: Warum sind keine Einheimischen auf den Inseln, auf denen sich ein solches Luxus-Ferienresort befindet bzw. warum verlassen die einheimischen Dienstboten die Insel am Abend alle?

Foto: Martin Simon  / pixelio.de
Foto: Martin Simon / pixelio.de


Tourismus von Religion trennen

Der Grund, warum die Regierung der Malediven dies von Beginn an anstrebte war und ist bis heute, dass die Einheimischen von den westlichen Einflüssen, die die meisten Touristen mitbringen, verschont werden. In gewisser Weise ist das auch gelungen. Doch irgendwie regt sich immer wieder Kritik und verwandelt das Ganze ins Gegenteil, was doch eigentlich eine gute Absicht zu sein schien. Denn die Abschottung der Einheimischen bekommt dem Ruf der Malediven überhaupt nicht gut. So ist es doch positiv zu sehen, dass wenigstens einige der Inseln der Einheimischen am Tag über auch von den Touristen besucht werden dürfen. Die Einheimischen dürfen dort auch Restaurants betreiben und dürfen den Touristen Handwerksartikel anbieten. Und dennoch merkt man, dass es einigen Einheimischen doch sehr schwer fällt sich in dies Touristenwelt einzufinden und mit den „Fremden“, die aber nun einmal das Geld auf die Malediven tragen, zu sprechen und direkt in Kontakt zu treten.

Zaghafte Anfänge

Während überall auf der Welt im Moment man sich gegen die Moslems abschottet, ist man auf den Malediven dabei die Religionen zusammenzuführen – ganz leicht und zaghaft. Das hätten sich sicherlich auch die vier jungen Malediver nicht träumen lassen, die einst im Oktober 1972 an einem weißen Stand der bis dahin unbewohnten Kokosnussinsel Vihamanafushi das erste Ferienresort eröffneten. Wie heute Myanmar nach einer langen Zeit der Militärdiktatur durch Backpacker erkundet wird, waren es auch einst damals „Rucksacktouristen“ genannte Europäer, die das erste Mal die Insel betragen. Die ersten Hütten wurden damals aus Korallen gebaut, die vom umliegenden Riff stammten und aus Kokosnussholz und Palmblättern.