Tourismus auf den Malediven – wie alles begann und heute

Zwischen dem Moment, als die ersten Touristen – damals Backpacker – die Malediven betraten und heute liegen schon Welten. Denn die ersten Hütten, in denen die Backpacker übernachten konnten, waren aus Korallen, Palmblättern und Kokosnusstämmen gebaut. Heute stehen auf den Malediven zahlreiche Luxusresorts mit einem Hotelgebäude und meist einem Tauchpoint sowie anderen Attraktionen und natürlich einem Anlegesteg für die Boote und einem Landeplatz für die Wasserflugzeuge. Denn meist anders gelangen die Touristen überhaupt nicht auf die Insel, auf der sie untergebracht sind. Die meisten Touristen halten es auch tagelang auf dieser Insel aus ohne sie zu verlassen. Andere zieht es hinaus auf die Tauchpoints, auf die sie mit Booten gefahren werden. Einheimische findet man auf der Insel kaum vor. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Foto: FloRyan  / pixelio.de
Foto: FloRyan / pixelio.de


Trennung Tourismus und Religion

Doch im Großen und Ganzen achtet die Regierung der Malediven auch heute noch darauf, dass Einheimische und Touristen nicht so viel Kontakt zueinander haben. Sie wollen nämlich ihre Kultur und den Islam bewahren und die Einheimischen nicht so stark mit der westlichen Lebenskultur und dem christlichen Glauben bzw. Unglauben in Kontakt kommen lassen. Dies wird zwar in der westlichen Welt toleriert. Doch viele Urlauber, die auf die Malediven kommen, vermissen doch in irgendeiner Weise den Kontakt zu den Einheimischen, der meist nur darin besteht, dass sie auf ihrem Kopfkissen im Hotel eine kleine Aufmerksamkeit hinterlassen. Einheimische Restaurants gibt es zwar auch, die Touristen empfangen. Doch auch hier ist der Kontakt eher fremdelnd als gastfreundlich und herzlich. Auch nachdem der Tourismus auf den Malediven nun schon seit Anfang der 1970er Jahre am blühen ist, herrscht auf beiden Seiten noch Unsicherheit.